Pierre Ch. Meier ist Creative Designer und Leiter des Designs bei Brands For Characters

Verfasser:
PIERRE CH. MEIER

Wenn Mitsubishi PAJERO auf Mazda MR2 trifft und Marktforscher sowie Trendforscher nicht an die Eigendynamik gedacht haben…

 

Unternehmen, Agenturen, Designer und Produktmanager stehen gemeinsam immer wieder zusammen mit Trendforschern vor den selben Schwierigkeiten, wenn es darum geht neue Produkte auf den Weg zu bringen. Manchmal passieren dabei Fehler. Sei es der falsche Name oder die falsche Zielgruppe.

Dieser Blogartikel beschäftigt sich mit ein paar der bekannteren Produkte und zeigt die Geschichte dahinter.

“Mitsubishi Pajero. … Auf spanisch bedeutet das Wort pajero in der Vulgärsprache Wichser.“

Wenn wir Marken und Produkten im Alltag begegnen machen wir uns selten Gedanken woher die Namen kommen und warum die Produkte so heissen, wie sie es eben tun. Vor allem bei Namen die für uns fremdsprachig sind kommt kein Gedanke auf. Damit folgt unser Gehirn dem natürlichen Drang der Lethargie. Doch manchmal lohnt sich ein Blick in ein Fremdwörterbuch oder ein Schritt zurück. Hier einige Beispiele.

Mitsubishi Motors veröffentlichte 1982 den PAJERO und wurde relativ schnell zum weltweiten Erfolg durch seine erfolgreiche Teilnahme an der Rallye Paris-Dakar. Der Name wurde abgeleitet von lateinischen Leopardus pajeros, der in den unwegsamen Gebirgen Südamerikas Zuhause ist. Im spanisch-sprachigen Raum als auch im englischen Königreich, hat Mitsubishi den Namen allerdings schnell geändert, was zumindest beim erstgenannten Bereich auch gut verständlich ist, das „Pajero“ im spanischen „Wichser“ bedeutet und ein Auto mit diesem Namen so mit Sicherheit kaum Käufer gefunden hätte.

Diese etwas ungeschickte Namenvergabe ist jedoch kein Einzelfall und oftmals sind es asiatische Produkte, die In Europa zu zweifelhaften Ehren kommen. So gibt es auch den Mazda MR2, der im ersten Augenblick keine Angriffsfläche bietet, jedoch in Frankreich für Aufsehen und schnell folgende Tränen in den Augen gesorgt. Dabei muss man jedoch das M-R-2 französisch aussprechen und kommt dann auf „em“-„er“-„dö“ (phonetisch geschrieben). Schneller ausgesprochen wird daraus dann schnell „mer-de“, was ohne den Bindestrich soviel wie „Scheisse“ heisst.

Nicht nur Produkten ergeht es so, auch international bekannte Künstler erleben bei Ihren Reisen immer wieder unerwartete Assoziationen zu Ihren Namen. Eines der bekanntesten Beispiele stammt aus den 1990er/2000er-Jahren und betrifft den HipHop Artist „Puff Daddy“, der bei seiner ersten Deutschlandreise nahezu jeden Tag, und bei jedem Interview mit diesem Namen konfrontiert wurde. Ebenso erging es 2015/16 dem afrikanischen Künstler OMI, der in Kooperation mit dem deutschen DJ Felix Jaehn die ersten Billboard No. 1 Platzierung eines deutschen Künstlers seit Jahrzehnten in den USA erreichte.

Fazit:
Egal ob dein Produkt, ein Produktname, eine Kampagne zu einem Produkt oder das gesamte Markenbild gestaltet und aufgebaut werden muss: Brands For Characters ist eine Markenagentur, weil wir selbst Produkte im Markt haben uns so tagtäglich Erfahrungen gesammelt haben. So haben wir gegenüber klassischen Werbeagenturen einen entscheidenden Vorteil, denn wir können dem Kunden wirklich auf Augenhöhe begegnen und alle Ratschläge und Ideen aus langjähriger Erfahrung heraus tätigen. Sie sehen: Auch bei uns ist der Name Programm. Brands For Characters