Verfasser:
PIERRE CH. MEIER

Wenn Marken es durch Tradition, geschicktes Marketing oder dem sinnvolleren Wort bis in den Duden schaffen.

 

Marken kämpfen um Aufmerksamkeit, Wachstum und Verkäufe. Und das ist auch gut so, aber manchmal passiert etwas noch viel wertvolleres mit einer Brand oder einem Produkt. Es wandert in den allgemeinen Sprachgebrauch. Und dort einmal angekommen, ist es dann für spätere Zeiten fest verankert mit unserer Kultur. Herzlichen Glückwunsch.

“Wieviele Marken benutzen Sie in Ihrem Alltag um sich auszudrücken? Es sind garantiert noch mehr!“

In den letzten 60-70 Jahren haben sich viele Marken den Weg in das Langzeitgedächtnis unseres Kulturkreises geebnet. Oftmals weil es die ersten Produkte dieser Art waren, die besten oder die verständlichsten Produkte. Diese Begriffe nennt man „Deonyme„. Der oftmals erst genannte Produktname in diesem Zusammenhang ist Tempo. Das 1929 ins Leben gerufene Produkt ist seit Generationen gleichbedeutend mit qualitativ hochwertigen Papiertaschentüchern. Aber es gibt weitere Beispiele, bei denen uns erst nach kurzem Nachdenken wieder einfällt, wie die eigentliche Grundbezeichnung war. Hier eine kleine Liste:

  • Zewa (Papierküchentuchrollen)
  • Kaba (Kakaohaltiges Getränkepulver)
  • Cola (Koffeinhaltiges Softgetränk)
  • Nutella (Nussnougat-Brotaufstrich)
  • Plastik (Kunststoffe aller Art)
  • Tesa (Haftkleberollen)
  • Postit (Klebezettel)
  • Uhu (Klebestoffstift)
  • Labello (Fettstift)
  • Edding (Filzstift bzw. wasserfester Marker)
  • Tupperdose (Frischhaltebox)
  • Leitz-Ordner (Aktenordner)
  • Aspirin (Schmerztabletten)
  • googlen (Internetrecherche)

Diese Liste ließe sich noch um einiges weiter führen. Aber sie können davon ausgehen – je nach familiärem Hintergrund, schulischer Bildung und Region – ist der deonyme Wortschatz etwa 80 – 140 Worte bzw. Namen lang. Übrigens; was die Sache noch faszinierender Macht ist die Tatsache, dass das bekannteste deutschsprachige Nachschlagewerk für die deutsche Sprache selbst zum Fachbegriff wurde: Der Duden.

Übrigens: Egal wie stark die jeweilige Brand normalerweise bei Copyrightverletzungen vorgeht ist bis dato keine Marke bekannt, die sich gegen diese allgemeine Verwendung des Namens gewehrt hätte.

Fazit:
Die Brands For Characters kann Ihnen als Markenagentur natürlich nicht versprechen, Ihre Brand ebenfalls in den Duden zu bekommen, aber wir arbeiten mit allen Kunden für eine breite Markenkommunikation und ein signifikant stärkeres Markenbewusstsein. Dazu können unendlich viele Stellungen bezogen und Rädchen gedreht werden. Welche, finden wir in persönlichen Gesprächen und in Workshops heraus, denn wir haben verstanden, dass jede Marke ihren eigenen Charakter hat. Nur manchmal kann man ihn noch nicht sehen. Und darum geht es doch letztlich immer: Gesehen werden!